Peters Astro Seite

 

Aktualisiert: Dezember 2019


Herzlich willkommen auf meiner Homepage

 

Hier findet Ihr eine Übersicht und Kurzbeschreibung meiner astronomischen Aktivitäten.

 

 

Astrofotografie

 

Was Astrofotografie angeht gibt es ein breites Feld von Aktivitäten.

 

Ich habe mich im laufe der Zeit für die DSLR Kamera entschieden und versuche überwiegend

Aufnahmen  im Deep Sky-Bereich zu machen.

Es ist auch immer wieder erstaunlich, was man schon mit einfachen Mitteln erreichen kann.

Auf den folgenden Seiten seht Ihr meine erste und meine heutige Ausstattung.

 

Bei meinen ersten Aufnahmen hatte ich eine alte Photo Porst Spiegelreflex-Kamera meines Vaters.

Diese ersetzte ich später durch eine Digikam Canon Powershot II.

Anfang 2014 habe ich mir eine Canon Eos 60Da zugelegt, da diese Kamera speziell für Astro-Aufnahmen

 eine erhöhte Infrarot-Empfindlichkeit aufweist und dadurch die Bilder einen größeren Rotanteil besitzen.

 

Zur Bearbeitung meiner Bilder setze ich überwiegend Fitzwork zum Stacken und vorbereiten der Bilder ein.

Zur Nachbearbeitung nehme ich Adobe Lightroom.

 

 

Mein erstes Newton-Teleskop von Vixen mit einer Öffnung von 114 mm kaufte ich 1995 mit meinem Schwiegervater.

Da die Einstellungen mit diesem Teleskop sehr aufwändig waren,

 habe ich mir 2001 ein größeres 6 Jahre altes Teleskop mit Go To Funktion gekauft.

Ein Meade LX90 8".

 

Anfang des Jahres 2015 ging bei meinem Meade 8" SC die Handbox nicht mehr.

Da über Meade und auch über Ebay keine Handbox mehr zu bekommen war,

außer zu überhöhten Preisen, habe ich mich entschlossen ein neues Teleskop zu kaufen.

 

Ich habe mich für ein Celestron CGEM 9,25 HD Teleskop entschieden.

Dieses ist noch portabel genug und mit der neuen HD Technik ideal für DSLR-Kameras.

Celestron EdgeHD sind  Schmidt Teleskope für ein fehlerfreies und geebnetes großes Gesichtsfeld für Astrofotografie.

Jedes Celestron HD Teleskop bietet ein komafreies und voll korrigiertes Bildfeld

 für Astrofotografie und natürlich auch für die visuelle Beobachtung.

 

 

Aktivitäten

 

Ein echtes Highlight war der Astrofotografie-Workshop mit dem bekannten Astrofotografen Gerald Rhemann,

an dem ich vom 26. - 29. September 2013 in St. Cristina in Südtirol teilgenommen habe.

 

 

Am 18.10.2013 habe ich das erste mal am Stammtisch der

ATMN (Astro-Treff-Münchner-Norden) in Dachau teilgenommen.

 

Seit Januar 2014 bin ich Mitglied bei der Volkssternwarte München,

 in der zeitgleich ein Astro Fotokurs begonnen hat,  an dem ich ebenfalls teilnehme.

 

Im November 2014 habe ich mir überlegt, wie ich mein Teleskop das ich meistens im Garten aufgebaut habe,

über Nacht verstauen kann damit ich es nicht sofort nach dem Beobachten wieder abbauen und in die Wohnung

transportieren musste.

 

Da bin ich auf die Idee gekommen unseren alten Blechschuppen für Gartengeräte freizuräumen

und das Teleskop bis zum nächsten Tag dort unterzustellen.

 

Während dem Ausräumen kam ich dann auf die Idee den Schuppen zur Sternwarte auszubauen.

 

Dazu war es notwendig, das Dach abzubauen, verschiebbar zu machen

und einen stabilen Rahmen in den Schuppen einzubauen.

 

Ende November war es dann soweit.

Meine eigene Sternwarte war fertig.

 

 

Da mir Astroaufnahmen, sogenannte Weitfeldaufnahmen, nur mit DSLR und Tele oder Normalobjektiv aufgenommen,

 auch sehr gut gefallen, habe ich mich Weihnachten 2015 entschlossen

 eine Skywatcher Star Adventurer Reisemontierung zu kaufen.

Mit dieser kann man mit jeder DSLR Kamera mit einem Normalobjektiv und bis zu 500 mm Teleobjektiv tolle Astroaufnahmen machen.

Der Vorteil der Montierung ist das geringe Gewicht von nur 1200 Gramm mit Nachführung über Servomotoren für

Sterne, Mond und Sonne.

Diese Montierung ist sehr sparsam im Stromverbrauch, passt auf jedes Handelsübliche Stativ und verträgt bis zu 5 Kg Zuladung.

Diese Montierung kann durch das geringe Gewicht

sehr gut in einem Rucksack verpackt und zu Ausflügen mitgenommen werden.

 

Mit dem Celestron 9,25“ EHD kann man sehr gut kleine Nebel, Sternhaufen und Galaxien aufnehmen.

Für Aufnahmen von großen Ausdehnungen wie z.B. der Orion Nebel mit dem Running Man,

Pferdekopf Nebel oder der Andromeda Nebel um nur einige zu nennen,

ist die Brennweite des Celestron 9,25“ EHD trotz 0,8 fach Reducer noch zu groß.

Damit ist es unmöglich den gesamten Umfang großer Nebel auf ein Bild zu bekommen.

Daher habe ich mich entschlossen einen kleinen Apochromatischen Refraktor zu kaufen.

Bei der Auswahl des Refraktors spielte bei mir nicht nur die Qualität sondern auch das Gewicht eine Rolle.

Ich möchte den Refraktor nämlich bei Ausflügen zur Bergastronomie,

also an Orte zu denen man nicht mit dem Auto kommt mitnehmen.

Dazu ist es notwendig ein portables Beobachtungsgerät zu haben,

welches nicht zu schwer für den Rucksack ist und auch noch auf dem Star Adventurer verwendet werden kann.

Meine Kamera-Optiken sind nicht sehr gut für Astro-Aufnahmen geeignet.

Bei diesen bin ich mit der Abbildung der Sterne in den Randbereichen der Aufnahmen nicht sehr zufrieden.

Aus diesen Gründen heraus habe ich mich im Okt. 2017 für den William ZenithStar 61, 360 mm, f 5,9  entschieden.

Dieser besitzt ein FPL-53-Glas (wird gelegentlich auch als Synthetic Fluorite bezeichnet) welches fast die Werte

von Fluoritglas besitzt und somit sehr gut für Astro-Fotografie geeignet ist.

Da sein Gewicht bei 1,5 Kg liegt ist es auch noch sehr gut für den Star Adventurer geeignet.

Dadurch ergibt sich eine Ausstattung die vom Gewicht und Größe für den Rucksack optimal ist.

Die ersten Probe-Aufnahmen von nur ein paar Minutenwaren der M 42 Orionnebel und

der B 33 Pferdekopfnebel die ich bei meinen Bildern abgelegt habe.

Die Bildqualität ist sehr gut wie auch die Sternabbildung in den Randbereichen.

Die Nachführung auf dem Star Adventurer funktionierte auch einwandfrei.

 

Mein nächstes Objekt welches ich mir zugelegt habe ist eine Fernauslösung für meine Canon Kamera.

Dabei habe ich mich für einen Nachbau des Intervallauslösers von G. Wegner entschieden.

Dieser hat freundlicherweise einen kostenlosen Nachbau ins Netz gestellt.

Der Fernauslöser basiert auf einem Arduino Micro Controller und einer LCD Anzeige welche in einem Gehäuse eingebaut direkt auf der Kamera im Blitzschuh eingesteckt werden kann.

Dies fand ich sehr praktisch und man hat sehr variable Einstellmöglichkeiten.

Das Gehäuse dafür kann im 3D Drucker ausgedruckt werden.

Die Druckanleitung wurde ebenfalls von G. Wegener zur Verfügung gestellt.

 

Weihnachten habe ich mir eine neue Montierung für meine Sternwarte zugelegt.

Nach längerer Suche habe ich mich für eine 10 Micron GM 1000 HPS II GoTo-Montierung,

eine transportable Montierung mit hochgenauen Absolut-Encodern für Teleskope bis 25 kg Gewicht entschieden.

Die Wahl viel auf die 10 Micron, da diese mit den Absolut-Encodern immer weiß wo sie steht, egal ob es einen Stromausfall gegeben hat, man die Klemmung per Hand verstellt hat oder an die Montierung angestoßen ist und diese dabei verschoben wurde. Das Anstoßen ist mir schon des öffteren passiert da es in meiner kleinen Sternwarte sehr eng ist.

Dies führte jedesmal dazu dass ich die alte Montierung ausschalten und ein neues Aligment durchführen musste, was immer sehr  Zeitaufwändig war und man wertvolle Beobachtungszeit verlor.

Bei der 10 Micron braucht man jetzt nur den Rechner hochfahren und kann sofort mit der Beobachtung und den Aufnahmen beginnen.


Bei meiner Sternwarte die ich im November 2014 in Betrieb nahm sind nun nach 5 Jahren einige Mängel entstanden

was mich dazu bewegt hat, diese statt zu reparieren abzubauen und durch eine neue zu ersetzen.

Dies machte ich im Oktober 2019 noch bevor der erste Frost kam.

Dafür fertigte ich 4 Beton-Fundamente mit U-Pfostenträgern mit Betonanker.

Darauf baute ich anschließend eine Art Blockhütte.

Dafür benutzte ich das alte Holz der ersten Sternwarte und noch einige alte Dach-Balken die ich passend zu schnitt.

Über die alte Teleskopsäule (D=160mm) mit 1m höhe schob ich ein Kunststoff-Abwasserrohr (D=250 mm, 2m lang)

und goss diese mit Beton aus.

Dadurch komme ich mit dem Teleskop auf eine Höhe von 2,5 m.

Da meine Sternwarte zwischen zwei Gebäuden steht die den sichtbaren Himmelsausschnitt begrenzen

habe ich durch den Höhengewinn einen größeren Himmelsausschnitt erhalten.

Das Dach wollte ich nicht mehr zum aufschieben machen,

darum baute ich jetzt ein Spitzdach mit Scharnieren zum Aufklappen.

Das aufgeklappte Dach wird von 4 Seilen gehalten und gibt den jetzt erweiterten sichtbaren Himmelsausschnitt frei.

Mitte November 2019 ist die neue Sternwarte fertig zum ersten Einsatz.